Schuschinus und Musik

Schuschinus ist seit jeher visuell orientiert. Musik spielte in seiner Entwicklung keine tragende, oder besser gesagt ein eher unbewusste Rolle. Wenn auch Musik nicht seine primäre Inspiration ist und das Musizieren eine wenig vertiefte Nebentätigkeit blieb, hat er einen nuancierten Geschmack, der mit seiner Persönlichkeit korrespondiert. Musik spricht sehr direkt Gefühle an und repräsentiert das eigene Weltbild. Viele Leute verwechseln ihren Geschmack mit objektiver Wahrheit, und da jeder ein Experte für die eigenen Vorlieben und Abneigungen ist, fühlen sie sich schnell als Experten für Musik im Allgemeinen. Der Musikgeschmack wird als Statussymbol nach außen präsentiert, auf Leute mit anderem Geschmack wird abweisend reagiert. Schuschinus verfügt weder über das entsprechende Vokabular und Fachwissen, um adäquat über Musik zu reden, noch hat er das Bedürfnis, sich für seinen Geschmack rechtfertigen zu müssen. Deshalb spricht er ungern über dieses als intim empfundene Thema, was bei Manchem zur irrigen Annahme führt, er würde keine Musik hören oder sie nicht mögen.

Ein bedeutender Faktor, der Schuschinus´ Wahrnehmung von Musik beeinflusst ist seine Hochsensibilität. Extrem laute Musik, wie sie bei Konzerten, in Discos, auf Partys und in den Kopfhörern der Mehrheit üblich ist, kann er absolut nicht ertragen. Deshalb meidet er jegliche Veranstaltungen dieser Art und hat die Eigenart, Musik leise zu hören, auch wenn es sich um Genres handelt, die üblicherweise in trommelfellzerreißender Lautstärke gespielt werden, was viele Leute irritieren dürfte.

Inhalt

Entwicklung des Musikgeschmacks


Für die Korrektheit von Daten und Fakten zu spezifischen Dingen der Musikgeschichte übernehme ich keine Garantie. Ich habe keine Ahnung, wovon ich hier rede, und versuche nur in Worte zu fassen, was ich mag und was nicht.

Vorzeit

Schuschinus hatte etliche Kassetten mit Görenliedern, die keine erkennbare Prägung hinterließen. Das früheste prägende Musikerlebnis war eine VHS mit einem Konzert von Genesis (Live at Knebworth 1992). Zu erwähnen ist jedoch, dass es vor allem die visuellen Eindrücke waren, die Schuschinus Aufmerksamkeit erregten. Die positiven Assoziationen mit der Musik beruhen auf genau dieser Konzertaufzeichnung mit genau diesen Bildern, ohne die das Erlebnis nicht komplett ist. Darüber hinaus ist Schuschinus kein Genesis Fan.

Goldenes Zeitalter

Mitte der 90er war Techno populär, und Schuschinus hatte Spaß daran, seine Oma damit zu ärgern, die lieber Schlager und Volksmusik hörte. Diese empfand er als unangenehm schmalzig und wollte sich davon distanzieren. Daraus entwickelte sich eine kurze Phase, in der er sich für die Chats interessierte, jedoch nicht sonderlich intensiv. Aus Experimenten mit dem Radio und Audiokassetten ging das Projekt Sabbelradio hervor, welches zwar hauptsächlich aus Gesabbel bestand, aber auch vereinzelte selbstgemachte Musik enthielt, die den Geschmack der Zeit reflektierten. Schuschinus besaß einige Musikinstrumente, auf denen er frei herumklimperte. Auch beim Zeichnen folgte er keinen Regeln, doch während sich seine Zeichenfähigkeiten von selbst weiterentwickelten, blieb die Musik auf der Strecke.

Als die Fernsehserien Hercules und Xena das Interesse für Fantasy und Mythen befeuerten, beeinflusste auch deren Soundtrack den Musikgeschmack. Hier gab es antik und mystisch anmutende Klänge mit Einflüssen aus verschiedenen Kulturen. Zeitnah kam eine CD Reihe namens Mystera heraus, die Zusammenstellungen kitschig esoterischer Ethno New Age Weltmusik beinhaltete. Das entsprach Schuschinus´ Stimmung, doch war er mit diesem Geschmack ziemlich allein in seinem Umfeld, besonders in der Schule. Die Möglichkeiten, neue Musik zu entdecken und sich darüber auszutauschen waren eingeschränkt, deshalb blieb sein Horizont ziemlich eng.

Zeit der großen Fehlschläge

Der Musiktrend bewegte sich in eine Richtung, die Schuschinus nicht zusagte. Zeitgenössische Popmusik war ein unharmonisches Gedudel mit langweiligen Melodien. Auch Oldies empfand er als anachronistisch, die eine bedrückende Stimmung hervorriefen. Bis auf vereinzelte Stücke, die durch Zufall an seine Ohren gerieten, brachte Musik kaum nennenswerte Erfahrungen, und es begann eine ungefähr zehnjährige Phase, in denen Schuschinus so gut wie keine Musik aktiv konsumierte.

Neue Blütezeit

2003 bekam er ein Computerprogramm, mit dem man Musik machen konnte. Bis auf einige oberflächliche Experimente blieb das Potential des Programms unausgeschöpft und sollte erst später wichtig werden für die Vertonung von Filmen. In Filmen oder Computerspielen gab es mitunter ansprechende Musik, doch war das Internet und Schuschinus´ technische Versiertheit noch nicht weit genug, um danach zu suchen. Das war aber kein Problem. Musik war nicht sonderlich wichtig für das Wohlbefinden. Währenddessen entwickelte sich eine Wertschätzung für alte Scifi Filme und Practical Effects. Einige Musikvideos aus den 80ern erweckten die Aufmerksamkeit aufgrund solcher Effekte. Dabei stellte Schsuchinus zunächst nur unterbewusst fest, dass Musik aus den 80ern eher seinen Geschmack trifft, als die anderer Dekaden.

Die Vorliebe der Masse für populäre Kakophonien und die Ablehnung alternativer Geschmäcker war schon länger bekannt, doch erlebte Schuschinus hier erstmals die idiotische Feindseligkeit zwischen Anhängern verschiedener Genres wie Hip Hop und Metal. Zu beiden Seiten hatte er keinen Bezug, so beobachtete er das alberne Gebaren mit distanzierter Gelassenheit. Jedoch bestärkte es ihn in der Überzeugung, seinen Geschmack nicht mitzuteilen. Wann immer ihn jemand danach fragte, antwortete er ausweichend mit "Nichts Bestimmtes".

Bei seinen frühen Streifzügen durch Youtube ab 2008, stieß Schuschinus auf eine heute icht mehr existente Zusammenstellung von Super Sentai Szenen, die mit Musik von Nightwish unterlegt war. Das gefiel ihm, und sollte später noch zum Tragen kommen.

Zeit des Wahns

Eine kurze Epoche, in der nichts Wesentliches bezüglich Musik passierte.

Xit Ära

Schuschinus hatte es satt, immer nur unfreiwillig mit Charts beschallt zu werden. Seit einiger Zeit hatte sich das Bedürfnis aufgebaut, Klassik und Filmmusik auszubrobieren. Sein Umfeld war in dieser Hinsicht eher unkultiviert und seine Hemmungen, über Musik zu reden, war sehr verinnerlicht. So setzte er sich allein vors Radio und hörte einen Klassiksender. Dies eröffnete eine große neue Welt. Auch hörte er andere Sender und begann viel bewusster Musik zu hören.

Als er einen TV Werbespot sah, dessen epische Musik ihm gefiel, und feststellte, dass gnädigerweise der Name des Titel eingeblendet wurde, suchte er diesen im Internet und stieß dabei auf das Genre der Trailermusik. Diese häufig sehr bombastische Musik mit Orchester und Chören wurde als Konserven für Film und Fernsehen produziert und war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Zufällig entwickelte sich gerade in dieser Zeit ein öffentliches Interesse für diese Musikrichtung und Künstler wie Two Steps from Hell begannen, diesen Bedarf zu bedienen. Dieses fortan Epic genannte und oft mit High Fantasy Themen assoziierte Genre korrespondiert sehr mit Schuschinus eskapistischer Persönlichkeit, wenn auch viele Fließbandprodukte dabei sind, die sehr Perkussion lastig sind und wenig Melodie haben.

Metal hat Schuschinus bisher vor allem als Baustellenlärm wahrgenommen, weil er unzureichend über dessen Vielseitigkeit informiert war. Sein Sitznachbar in der Schule hörte Power Metal, das melodischer ist und einen oft belächelten Hang zu Fantasy Klischees hat. Schuschinus erinnerte sich an das Video mit Nightwish und bemerkte, dass es Metal Unterarten gibt, die durchaus seinem Geschmack entsprechen. Doch anfangs hatte er noch keinen dringenden Impuls, dem nachzugehen.

Das große Pennertum

In einem Internetforum, das er seinerzeit frequentierte, fand Schuschinus einen Post bezüglich Power Metal. Mit nunmehr zwei Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis wagte er die Erkundung dieser Richtung im Internet. Ausgehend von den Klassikern von Rhapsody, entdeckte er etliches ansprechendes Material. Außerdem stieß er noch auf Ambient und synthetische Musik, die durch interessantes Sounddesign besticht. Die Namen all dieser obskuren Muskikrichtungen sind jedoch zu konfus, um sie korrekt aufzulisten.

Abneigungen


◩ Hip Hop spiegelt eine Weltsicht, die Schuschinus fern ist. Es ist zu urban und realistisch, auf gegenwärtige Alltagsprobleme in einer unangenehmen Welt fokussiert. Der Sprechgesang ist zu unmelodisch und abgehackt, wenngleich schnelle Wortakrobatik beeindruckend sein kann und manche eher hurmorvoll gemeinten Texte auch unterhaltsam sein können. Aber auf Ablehnung stößt oberflächliches Geprotze mit materiellen Statussymbolen, bedrohliches Auftreten und die Verherrlichung eines kriminellen Lebensstils.

Schlager ist an Banalität und Kitschigkeit nicht zu überbieten. Texte und Melodien sind vorhersehbar, die besungene Gefühlsduselei ist oberflächlich und einfallslos. Oft geht dem Text nach 2 kurzen Strophen die Puste aus und dann wird der Refrain bis zum Erbrechen wiederholt. Der Vorwurf des Kitsches lässt sich jedoch auch auf einige Musiken anwenden, die Schuschinus mag. Die Einteilung in U und E-Musik ist idiotisch und nichts als intellektuelle Wichtigtuerei.

kommt darauf an

Jazz ist durch seine Assoziation mit

politische Musik

Religiöse Musik ist genau wie religiöse Architektur häufig unverhohlen ästhetisch. Sie zielt darauf ab, Gefühle anzusprechen, um den Hörer zu beeindrucken und einzulullen. Schuschinus genießt bewusst die berauschende Wirkung solcher Musik, hat jedoch nichts für ihre Botschaften übrig.

Fazit


Schuschinus´ Musikgeschmack ist vor allem durch seinen Eskapismus geprägt. Entspechend seiner Sehnsucht nach einer Fantasiewelt voller Magie und Möglichkeiten, in der Leben nicht nur Fressen und Scheißen ist, sondern einen tieferen Sinn und Hoffnung hat, mag er epische und mystische Klänge, mit denen er sich in andere Welten träumen kann. Er bevorzugt eher klassisch orientierte, melodische Stücke und einen reichhaltigen, verspielten Einsatz von Instrumenten. Am Wichtigsten ist, dass es gut klingt. Die Aussage ist weniger wichtig. Gut, wenn sie gefällt, aber es besteht auch immer die Gefahr, dass eine Schöne Melodie von einem schlechten Text verhunzt wird.

Eigene Musik


hurdelhabadanische Volkslieder

Da wir keine Noten lesen und schreiben können, können wir nur den Text überliefern.
Titel und Text Kommentar

Sirup

Awoder Sirup
Awoder Nudel
Awoder Kartoffel
Awoder Trinken
Awoder Alles
Awoder Sirup

Awoder Honig
Awoder Reis
Awoder Knödel
Awoder Essen
Awoder Nichts
Awoder Honig

Dr. Alkohols Assistent Gemüsekopf betätigte sich nebenbei als Opernsänger und schmetterte dieses Lied. Es wird in hoher, Glaszersplitternder Tonlage gesungen Die erste Silbe des jeweiligen Nahrungsmittels wird sehr lang gezogen.

Schema:
Awoder Brotaufstrich x
Awoder Stärkebeilage y
Awoder Stärkebeilage z
Awoder Nahrungsaufnahmetechnik
Awoder Mengenangabe
Awoder Brotaufstrich x

Nessi

Ich krieg die Krise
Ich werd verrückt
Ich glaub ich spinne
das ist doch nicht die Möglichkeit
da ist Nessi
Nessi ist ein Arsch
Nessi ist beschissen
Ich hasse Nessi
und genauso ist es mit der Schule

Die find ich echt zu Kotzen

Mich trifft der Schlag
Ich koch vor Wut
Da wird doch der Hund
in der Pfanne verrückt
wir machen heut nen Erstehilfekurs
auf den scheiß ich
auf den piss ich
auf den kotz ich rauf
und dasselbe mach ich mit der Arbeit

Die erste Strophe beschreibt unscharfe, körnige Nessi-Fotos, die ein Gefühl der Beklemmung auslösen, wenn man nicht über die Falschheit dieser Fotos aufgeklärt ist. Die zweite Strophe beschreibt einen Erstehilfekurs, den Schuschinus in der 9. Klasse zu machen genötigt wurde.

Es wellen die Wogen

Es wellen die Wogen des Meeres
die Wellen die wogen daher
und in dem alten Burggemäuer
da ragen Mauern empor
diese Mauern sind so hässlich
Man sollte sie abreißen
doch der Staat, der ist dagegen
sie stehn ja unter Denkmalschutz

Dieses Lied wird gesungen, während man sein Blaues Rollo schwenkt, sodass es Wellen schlägt.

Edane doné

Edane doné
deto deto né
Dane done dene
deto né, deto né
Dane done dene

Ein Lied aus Sabbelradio, das einmal spontan gedichtet wurde und ein großer Hit wurde.

Bobbede Bia

Bobbede bobbede bobbede biiiaaaa
Bobbede bobbede bobbede biiiaaaa

Das Lied des Sprengmeisters, eine Playmobil mumie, die Häuser aus Bauklötzen zum Einsturz bringt. Auch ein auf einem Motorrad festgewachsener Plastikpolizist wird mit dem Lied assoziiert.

Film Soundtracks

Typ Name Länge veröffentlicht Kommentar
Single Ditschärihduh Stereo 00:01:54 Freitag, 9. Mai 2014, 15:01:32
Album Adipositron OST Vol.1 00:19:32 Dienstag, 24. November 2015, 13:52:13
Album Adipositron OST Vol.2 00:20:06 Dienstag, 16. Februar 2016, 16:51:06
Album Adipositron & Psycho Essenz OST Vol.3 00:21:54 Donnerstag, ‎10. ‎Oktober ‎2019, ‏‎13:11:22