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Zeitleiste im Überblick

Zeit des Wahns

Die aufreibenden Umwälzungen in den jahren 2009 - 2010 sorgten für Aufruhr im Geiste. Dies resultierte künstlerisch in psychedelisch anmutenden Inhalten. Es wurden viele Fragen diskutiert was die Geschichte Hurdelhabadans und die Weltsicht anging. Es kam zu langen Monologen, Umwerfungen und Neudeutungen in den Comics, die chaotisch und dem Wahnsinn nahe wirkten.

vorherige Epoche: neue Blütezeit
nächste Epoche: Xit Ära

künstlerische Entwicklung


Prärausriss (2009)

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Noch in der Blütezeit wurzelnd begann "Das Turnier" auf die kommende Zeit einzustimmen. Als direkte Fortsetzung des vorangegangenen Zeitkampfes mit seinen exzessiven Superlativen als Spiegel des Lebensklimaxes hatte die Handlung nun mit der Besinnung auf gemäßigtere Verhältnisse zu kämpfen, die die aufziehende Verzweiflung auch in der Abtrünnigkeit Appinellis vorwegnahmen. Die Erzählungen folgender Comics waren nun in einer Findungsphase, die mit neuen Perspektiven experimentierte. Charaktere und Weltentwürfe wurden aufgeworfen und verworfen, Verknüpfungen zu Vergangenem wurden gesucht um Halt zu finden. Die Comics verloren ihre Farbe, weil der Inhalt in dieser Phase wichtiger war, als das Aussehen. Der Inhalt wurde sprunghaft und entrückt, er löste sich von der Form einer erzählten Geschichte und spiegelte die Unordnung der Gedanken wider.
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In den Filmen war die Lage stabiler. Die Lernkurve war konstant und inhaltlich merkte man nichts von den Umbrüchen.

Postrausriss (2009-2010)

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Schnell fing sich die Verwirrung und die Comics hatten wieder Struktur und Farbe. Sie profitierten von den neuen Gedanken, hatten eine sehr dichte und erfrischende Erzählweise und viele originelle Einfälle. Es stellt sich ein Gefühl ein, das sich von dem heimeligen Getümmel der Blütezeit abgrenzt. Es fühlt sich weit und frei an, aber auch ungewohnt und isoliert.
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historische Ereignisse


Tabellenlegende:
teilweise farbig
vollfarbig
¹ Haupthandlung (Comics, die die Geschichte Hurdelhabadans oder des Hauses Schuschinus vorantreiben)
² Nebenhandlung (Comics, deren Handlungen wenig Einfluss auf das Schicksal des Schuschiversums haben)
³ good old Zeigecomic (Comics, die vorwiegend dazu da sind, eine bestimmte Situation sinnlich auszuschlachten, ohne die Handlung wesentlich weiterzubringen)
Titel Jahr Seitenzahl Inhalt Kommentar
Das Turnier¹ 2009 96 ◩
Auf einer alternativen Zeitlinie ist Appinelli mit Nell durchgebrannt. Er trifft etliche Leute und kehrt wieder zurück zu Schuschinus, der sich in einem Gasthaus eingerichtet hat, nachdem auf dieser Zeitlinie das Schloss zerstört wurde. Das Gasthaus wird vergrößert und Kämpfer für ein anstehendes Turnier angeworben. Auf dem Turnier erhalten die Msäcke Hilfe von Rien, einer Kriegerin die aus der Zukunft des Ykmi Ycer Programms. Nr. 271 durchläuft von einer Zeitattacke getroffen all seine Erscheinungsformen rückwärts und wird wieder zum Ei. Aus Bocklosigkeit bricht Schuschinus das Turnier ab und sie fliegen zurück nach Hurdelhabadan. Dort wurde das Posetewasser inzwischen abgesaugt und die endlosen Sümpfe entstehen. Banania wird wieder aufgebaut auf einem großen Turm. Der Turm wird die legendäre Zeitkampfbrücke, nur dass sie sich nicht zwischen 2 Planeten spannt, sondern zwischen ein und demselben, nämlich Hurdelhabadan und der Erde. Von hier aus wird soll die Invasion der Kotzkugel durchgeführt werden und die Erde zu Hudelhabadan umgewandelt werden (Dies deckt sich mit der Theorie, dass alle Planeten Spiegelungen von Hurdelhabadan sind).

Das Turnier wird fortgesetzt. Die restlichen Teilnehmer müssen gegen ein schummelndes Team der Veranstalter teilnehmen und werden dezimiert, bis nur noch Schuschinus übrig ist. Die Neutralen sind die Veranstalter. Sie wollen, dass das Turnier unentschieden ausgeht und spülen Schuschinus in ein schwarzes Loch unter der Arena. Aber Schuschinus verprügelt das schwarze Loch und gewinnt das Turnier durch die Kampftechnik "Ignoranz der Realität".

Als Vorlage diente das ZOTT aus Gunnm Last Order.
Post Zeitkampf I¹ 2009 34 ◩
Baller mischt den Händlertreff auf. Schuschinus hält eine Rede über den vergangenen und zukünftigen Zeitkampf und den Spaß. Juliak wird wiederbelebt von den Plagi als Wirt für den Antischuschinus. In der Heizkörperzeit verkünden Iri und Loi Schuschinus´ Rückkehr und er kehrt auch zurück, denn er hatte eine für die Zukunft geplante Selbstopferung vorgezogen und zeitlich ausgelagert, damit das erledigt ist.
Plagi vs Isomerie Palisaden² 2009 13 ◩
Durch die Teilnahme am Turnier kriegen die Isomierie Palisaden Zulauf, während die Plagi große Verluste erlitten. In einem Fernsehinterview provoziert der Moderator eine Kriegserklärung. Unterdessen leidet Schuschinus an der Situation in der Pseudorealität und dreht am Rad.
ohne Titel (Zeitkampf Rückschau)¹ 2010 48 Opa Banane erzählt den 3 Kinderchen eine Zeitkampfgeschichte. Sie handelt von einer Gruppe auf Selebaya, die später nach Nanetoya versetzt wird. Dort treffen sie Harald Hurgald. Inhaltlich nebensächlicher Metzelporno, der jedoch viele neue Charaktere einführt.
ohne titel (Überschiffen)¹ 2010 48 ◩
Schuschinus gibt Iri und Loi den Auftrag planlos durch den Wald zu rennen. Dann geht er zur Lagebesprechung. Die Plagi haben den Krieg gegen die Isomierie Palisaden gewonnen, doch die Frms haben das gesamte Plagireich infiltriert und die klerikale Führung gestürzt. Sie haben die Truppen übernommen und marschieren jetzt in das Schuschiversum ein. Srie Isomerie will ein Bündnis mit Schuschinus eingehen. Er willigt ein, lehnt aber sein Geschenk ab, einen unterwürfigen und nervigen Sklaven namens Sahnig Gosrahmig. Schuschiunus schickt Nr. 83, um bei den Frms spionieren zu gehen, wohlwissend, dass er nicht vertrauenswürdig ist.

Juliak lässt derweil bei den Plagi den Tyrannen raushängen. Sahnig findet bei den Frms, was er sucht: totale Unterwerfung. Er stellt sich in ihren Dienst. Juliak verbannt einen Diener, der das Gesetz in Frage stellt. Dieser Diener trifft bei seiner Flucht auf Iri und Loi, die im Wald herumirren. Sofort sind sie von Frms umzingelt, die den Diener jagen. Iri und Loi ergeben sich zum Schein. Sie werden in ein Erziehungslager gesteckt, wo sie nicht lange warten, die Sau rauszulassen. Sie werden von Scharfschützen anvisiert, doch Sahnig rettet sie, nur um sie gleich wieder zu verraten. Verletzt und bewusstlos werden sie weggebracht. Schuschinus beobachtet das durch sein magisches Sichtgerät und beauftragt Appinelli, Sahnig herzuholen. Als Iri und Loi aufwachen, sind sie in der Obhut von Nr. 83 und seinen Anhängern. Als ehemaliger Plabst ist es ihm gelungen, einige Plagi auf seine Seite zu ziehen und einen Widerstand zu organisieren. Appinelli ist auch schon anwesend und sie beschließen den Aufstand zu wagen.

Sahnig steht inzwischen vor Gericht, weil er eigenmächtig gehandelt hat. Appinelli stürmt den Gerichtssaal, schlachtet das Personal ab und entführt Sahnig. Die ganze F-Basis wird in die Luft gejagt und sie gehen heim. Schuschinus verhört Sahnig und lässt ihn anschließend frei. Davon völlig überfordert, stiehlt Sahnig ein Folterinstrument aus der Vitrine, um sich selbst zu bestrafen. Beflügelt von den Schmerzen sucht er Loi auf, der ihn in einem Duell tötet.

Sahnig basiert auf einem Mitstudenten aus dem kurzzeitigen Biostudium.

Sklavenstatus


Schuschinus hatte sich zum Schluss in der Schule relativ gut eingelebt, als wieder das bedrohliche Ende nahte, ihn aus der gewohnten Umgebung zu reißen und in eine finstere, ungewisse Zukunft zu werfen. Die todbringende Frage nach dem Beruf, von der er wusste, dass er sie nie beantworten können werde, weil er sich einzig zum künstlerischen Eskapismus berufen fühlt, begann ihre Kreise enger zu ziehen. In dieser Atmosphäre begann die Zeit des Wahns aufzuziehen. In der Not entschied sich Schuschinus, ein Biologie Studium zu machen. Nicht, dass er je besonders naturverbunden war, doch in der Schule war das Fach interessant gewesen, da es tiefere Einsichten in das Rätsel des Seins und Inspiration für Scifi-Geschichten über Aliens, Biowaffen und Superkrieger lieferte.

Der Rausriss war hart, er hinterließ ein Gefühl der Leere und größere Angst vor der Zukunft als jeder Wechsel zuvor. Die Universität bewies schon im Vorfeld die Unmenschlichkeit ihres bürokratischen Apparates mit unverständlichen und widersprüchlichen Informationen, wann und wo man dort eigentlich anfangen sollte. Die Einführungsveranstaltung legte weitere barbarische Praktiken offen. So wurden Klausuren an Wochenenden und in den Ferien angesetzt, eine bodenlose Frechheit! Die Lerninhalte bestanden zu einem unvertretbaren Maß aus langweiligem und umständlichem Gerechne. Die sensible, introvertierte Persönlichkeit Schuschinusses fand in der Anonymität der riesigen Uni, an der man nur eine Matrikelnummer ist und mit allem völlig alleine gelassen wird keinen Anschluss. Dies war ein fremde, kalte Welt aus der er alsbald beschloss auszutreten.

Durch gute Noten in der Schule mit der unreflektierten Erwartungshaltung seiner minder empathischen Mitmenschen konfrontiert, musste Schuschinus eine neue Opferstätte für seine kostbare Freizeit ausfindig machen. Zufällig stieß er auf eine winzige Privatschule für Kommunikationsdesign in seiner Heimatstadt. Diese kostete zwar Wucherpreise und Schuschinus wusste, dass sein Talent in den Dienst des schäbigen Kommerzes zu stellen ihn nie befriedigen würde, doch sie bot weitere 3,5 Jahre Zuflucht vor der bösartigen Arbeitswelt und war zudem familiärer und gut erreichbar. Mit ihrem Beginn endete die Zeit des Wahns.

philosophische Entwicklung


Die neue Blütezeit war noch von relativ großer Selbstsicherheit geprägt. Die vielen neuen Eindrücke, die sich angesammelt hatten gepaart mit der aktuellen Unsicherheit führten jetzt zu mehr Selbstreflexion. Die eigenen Gefühle und Motive wurden jetzt kritischer hinterfragt. Zwar war Schuschinus weiterhin der festen Überzeugung, dass die Welt verdorben ist, doch war er selbst auch von dieser Welt geprägt worden, seine Persönlichkeit widersprüchlich. Der differenziertere Blick kam der inhaltlichen Tiefe der Kunst zugute. Charaktere wurden ambivalenter. Im Meckerbuch wurden die Texte ausschweifender, ergingen sich in bedeutungsschwangeren Predigten und kreativen Schimpftiraden.